BENSELER entgratet Ventile für Beatmungsgeräte

04. Juni 2020

Gratlos für störungsfreien Luftstrom

Marbach, 4. Juni 2020. Schutzbekleidung und Beatmungsgeräte sind aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie stark gefragt. Das spüren aktuell auch die Entgratungsspezialisten von BENSELER, die schon seit 2004 für einen langjährigen Kunden Ventilblöcke thermisch entgraten, die ein wesentlicher Bestandteil von klinischen Beatmungsgeräten sind.

Das, was in „normalen“ Zeiten ein selbstverständlicher Bestandteil der Ausrüstung einer Intensivstation, eines OP, einer Neonatologiestation oder eines Rettungswagens ist, bekommt in Zeiten von Corona eine noch größere Bedeutung: Beatmungsgeräte, auch Respiratoren genannt. Sie sorgen an verschiedenen Einsatzorten dafür, dass die Patienten mit Sauerstoff versorgt werden, damit ihre Körperfunktionen erhalten bleiben. Wie bei vielen komplexen technischen Geräten sind es auch bei diesen Maschinen die scheinbar unspektakulären Dinge, die über das reibungslose Funktionieren entscheiden. In diesem Fall sorgen unter anderem etwa faustgroße Ventilblöcke dafür, dass die lebensnotwendige Luft ungebremst und staub-, flusen- und faserlos durch das technische System in die Lungen geleitet wird.

Gefertigt werden diese 200 x 150 x 150 mm großen Kunststoffblöcke von der Kurt Grützmann Feinmechanik GmbH in Reinfeld. Dort werden die Rohlinge mithilfe fünfachsiger CNC-Maschinen zerspant und mit außen- und innenliegenden filigranen Bohrungen versehen. Nach einer ersten manuellen Entgratung, einer QS-Prüfung der Maße und der visuellen Prüfung der Bohrungen per Endoskop gehen die Komponenten zu den Entgratungsspezialisten von BENSELER.

Am Standort in Marbach erhalten die Ventilblöcke ihren „Feinschliff“ – vor allem hinsichtlich der verbliebenen innenliegenden Grate. Und zwar mithilfe der thermischen Entgratung. Dieses Verfahren bietet sich bei diesen sicherheitsrelevanten Bauteilen an, denn „gerade die innenliegenden Bohrungen sind eine Herausforderung“, sagt Matthias Schnabel, Vertriebsleiter bei der BENSELER Entgratungen GmbH & Co. KG in Marbach. „Mechanische Prozesse bergen die Gefahr, dass sich Materialrückstände etwa in Form von Fasern bilden können, die im anschließenden Produktionsprozess stören. Darüber hinaus kann das auch beim späteren Einsatz der Geräte negative Folgen haben, wenn etwa verstopfte Bohrungen eine reibungslose Funktion verhindern.“ Diese Gefahr besteht beim TEM, dem thermischen Entgraten, nicht: Das heiße Gas, dem die Ventilblöcke in einer Brennkammer zirka 17 Millisekunden lang ausgesetzt sind, erreicht alle Bereiche und Durchgänge des Ventils und verbrennt bzw. verschmilzt die Grate an den komplexen Bohrungen genauso wie eventuell noch vorhandene Rückstände aus dem vorhergehenden Fertigungsprozess.

Die entgrateten Bauteile gehen anschließend zurück an die Kurt Grützmann GmbH, wo sie noch einmal geprüft und versandfertig gepackt an dessen Auftraggeber in die Montage gehen.

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