
Verbindungselemente wie Schrauben, Muttern oder Bolzen sind kleine Bauteile mit großer Bedeutung: Sie sichern Baugruppen, halten hohe Lasten aus und müssen dabei dauerhaft zuverlässig funktionieren – selbst unter extremen Bedingungen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, setzt BENSELER auf die Zinklamellenbeschichtung im Schüttgutverfahren.
Mit etablierten Systemen wie GEOMET® und DÖRKEN®BASE realisieren die Spezialisten für Oberfläche einen kathodischen Korrosionsschutz auf höchstem Niveau – wirtschaftlich, prozesssicher und reproduzierbar. Besonders geeignet ist dieses Verfahren für rotationssymmetrische Bauteile bis 300g Gewicht oder in schüttfähiger Ausführung.
Die Zinklamellenbeschichtung mit GEOMET® oder DÖRKEN®BASE ist ein Hochleistungskorrosionsschutzsystem für Bauteile mit besonderen Anforderungen. Ob komplexe geometrische Teile, kleine Schrauben mit Unterlegscheiben oder Innenangriffe sowie Hohl- oder Schöpfbauteile – vieles ist mit dieser Oberfläche beschichtbar. Dabei können bei BENSELER Lacksysteme unterschiedlichster Hersteller eingesetzt werden. Die Zinklamellensysteme GEOMET® und DÖRKEN®BASE beruhen auf Wasser- oder Lösemittelbasis und bestehen im eingebrannten Film aus Zink- und Aluminiumlamellen, die durch eine überwiegend anorganische Matrix verbunden sind.
Als Basecoat trägt BENSELER generell eine Beschichtung mit einem hohen Anteil von Zink- und Aluminiumlamellen auf. Bei der Trocknung bildet sich die Zinklamellenschicht mit einer leitfähigen Verbindung der Metallpigmente untereinander und zum Substrat aus. Diese Schicht schützt das darunter liegende Metall vor Umwelteinflüssen und Korrosion, der kathodische Schutzmechanismus des Zinks und die gezielte Passivierung der Lamellen in der Schicht haben daran einen maßgeblichen Anteil.
Die Zinklamellenbeschichtungen GEOMET® und DÖRKEN®BASE erfüllen dabei neben dem Korrosionsschutz weitere, oft sehr spezifischen Anforderungen. In Kombination mit abgestimmten Topcoats lassen sich Eigenschaften wie definierte Reibwerte für Gewindeteile genau eingestellt oder ein bestimmtes farbliches Endfinish realisieren.
BENSELER appliziert die Beschichtungssysteme in unterschiedlichen Verfahren. Je nach Voraussetzung und Gewicht der Artikel erfolgt die Applikation von Schüttgutbeschichtungen mit der Tauch-Schleudertechnik oder die Verarbeitung als Gestellware. Im Folgenden wird das Verfahren der Zinklamellenbeschichtung für Schüttgut beschrieben.
Bei BENSELER erfolgt die Beschichtung mit Zinklamelle GEOMET® oder DÖRKEN®BASE für Schüttgut automatisiert in Großserien-anlagen. Vorbehandlung, Basecoat und Topcoat werden nacheinander aufgebracht.
Im ersten Schritt wird der Auftrag in Chargen aufgeteilt. Über ein Korb- und Hordensystem werden die Bauteile automatisiert transportiert. Die Spezialisten von BENSELER achten dabei auf niedrigste Fallhöhen und eine schonende Behandlung der Teile (Softhandling).
Je nach Anlieferzustand erfolgt eine Bewertung der Rohware. Auf dieser Basis wird die Vorbehandlung definiert. Vorbehandelt wird mit einem mehrstufigen alkalischen Heißentfettungsprozess mit Spülvorgängen und abschließender Trocknung. In Abhängigkeit vom Anlieferzustand kann zusätzlich auch gestrahlt werden.
Im Anschluss folgt die Beschichtung mit GEOMET® oder DÖRKEN®BASE durch ein Abtauchen des Korbes mit der Schüttgutware in das Lacksystem. So wird jedes Bauteil benetzt und es erfolgt ein anschließend definierter Schleuderprozess. Durch diesen Vorgang wird das überschüssige Material vom Bauteil entfernt ehe die Trocknung im Ofen erfolgt: Mit spezifizierter Einbrenntemperatur und einer bestimmten Dauer werden die Teile eingebrannt.
Je nach Anforderung an den Korrosionsschutz wiederholt BENSELER den Vorgang der Beschichtung mit dem Basecoat noch mindestens einmal.
Nach dem Abkühlvorgang entsteht eine widerstandsfähigen Basecoat-Schicht des Lacksystems, die fest mit dem Grundmetall vernetzt ist.
Zur Fertigstellung der Oberfläche wird ein Topcoat aufgebracht, der die Einstellung spezifischer Eigenschaften ermöglicht und einen versiegelnden Effekt hat.
Dadurch können Reibwertfenster für Gewindeteile eingestellt, ein farbliches Endfinish erzeugt oder die Chemikalienbeständigkeit verbessert werden. Für den Topcoat wendet BENESLER die gleiche Beschichtungstechnik an: Abtauchen, Schleudern, Trocknen und Kühlen.
Nach der Beschichtung mit GEOMET® oder DÖRKEN®BASE werden die Teile aus der Anlage entnommen, in gekennzeichnete Kundenbehälter verpackt und einer dokumentierten Qualitätsprüfung unterzogen. So stellt BENSELER sicher, dass die Zinklamellenbeschichtung für Schüttgut höchsten Anforderungen entspricht.






Die Zinklamellenbeschichtung im Schüttgutverfahren weist die folgenden Eigenschaften auf:
• kathodischer Korrosionsschutz in Silber oder Schwarz
• je nach Lack besondere Reibwerte erreichbar
• definiertes Verschrauben mit hohen Reibzahlen möglich
• abriebfeste Oberflächen
• UV-resistente Decklacke auch in Schwarz realisierbar
• spezielle Aluminiumbeschichtung möglich
• Verhindern von Kontaktkorrosion
• geeignet auch für kleinste Schrauben oder spezielle Angriffe
• erfüllt technische Lieferbedingungen der Automobilindustrie
BENSELER setzt verschiedene Produkte für die Zinklamellenbeschichtung im Schüttgut ein. Neben den führenden Herstellern wie GEOMET® (NOF) und DÖRKEN®BASE werden auf Kundenwunsch auch Produkte von Atotech oder weiteren Herstellern verarbeitet. Obwohl es sich bei GEOMET® um ein wasserlösliches und bei DÖRKEN®BASE um ein lösungsmittelbasiertes Zinklamellenbeschichtungssystem handelt, weisen beide Systeme folgende Eigenschaften in unterschiedlichen Ausprägungen auf:
• 5-25 µm Mittelwert von Schichtdicken, abhängig von den Anforderungen
• Erfüllen der weltweiten Spezifikationen der Automobilindustrie, Reach konform, ELV
• Über 1500 Stunden Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227 NSS möglich
• Keine Wasserstoffversprödungsgefahr
• Lackierbar mit gebräuchlichen Wertlacken und KTL-Lacken
• Hohe Beständigkeit gegenüber Kühl- und Bremsflüssigkeiten, Diesel und Benzin, Motorölen
• Hohe Beständigkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln
• Metallisch silbergrau
• Kombiniert mit Topcoat auch andere Farben möglich
• Anpassung an spezifische Anforderungen in Kombination mit unterschiedlichen Topcoats
Das bei BENSELER am häufigsten eingesetzte Produkt ist die Produktfamilie GEOMET® von NOF. Insbesondere in der Gestelltechnik im Tauch-Schleuderverfahren oder im elektrostatischen Spritzprozess finden Sie GEOMET® Produkte.
Im Bereich Schüttgut verarbeitet BENSELER sowohl GEOMET® als auch DÖRKEN®BASE.
DÖRKEN®BASE ist das am häufigsten eingesetzte Zinklamellenverfahren auf Lösungsmittelbasis. Oftmals kombiniert mit passenden Topcoats DÖRKEN®SEAL, bieten die DÖRKEN®BASE Produkte eine zuverlässige Erfüllung der Anforderungen von OEMs und VDA Empfehlungen – insbesondere in der Automobilindustrie.
Bei einer DÖRKEN® Zinklamellenbeschichtung handelt es sich um einen Korrosionsschutzbezug, der aus Zink- und Aluminiumlamellen zusammengesetzt ist und durch eine anorgansiche Matrix zusammengehalten wird.
DÖRKEN®BASE Produkte werden für den Korrosionsschutz von Verbindungselementen und für die verschiedensten Bauteilen aus Metall eingesetzt. Kombinierbar sind die DÖRKEN® Produkte mit den Deckschichten DÖRKEN®SEAL, um so spezifische Eigenschaften, zum Beispiel Reibzahlfenster einzustellen.
Das ehemals als DELTA-PROTEKT® KL120 bekannte System ist, insbesondere mit dem Topcoat VH301.1 das System, dass in der deutschen Automobilindustrie am häufigsten spezifiziert ist. Der Hauptvorteil dieses Systems ist die gute Abdeckung der Verschraubungsanforderungen nach den VDA-Empfehlungen sowie den Vorgaben der OEMs.






Neben der Schüttgutbeschichtung bietet Ihnen BENSELER die folgenden zusätzliche Services an:
Weitere Sonderleistungen sind auf Kundenwunsch möglich!
Um sicher zu gehen, dass das Produkt für Ihre Anforderungen perfekt geeignet ist, steht Ihnen das Vertriebsteam von BENSELER jederzeit gerne mit einer persönlichen Beratung zur Verfügung.