Zinkthermodiffusion für Korrosionsschutz im Extrembereich

Die BENSELER-Firmengruppe erweitert ihr Angebot. Am Standort Markgröningen wird eine neue Anlage zur Zinkthermodiffusion installiert. Damit lassen sich Kleinteile wie Schrauben und Muttern, Clipse und Federn, sowie kleinere Stanz- und Biegeteile oder ähnliche für Schüttware geeigneten Teile sehr wirkungsvoll gegen Korrosion schützen. Diese Teile finden Verwendung in verschiedensten Branchen mit höchster Korrosionsanforderung, wie Automobil- und LKW-Industrie, Windkraft, Offshoretechnik, Bauindustrie, Marine, Bahn und Schienentechnik etc.
BENSELER setzt dabei offiziell als erster deutscher Anbieter auf das Verfahren ArmorGalv® der Firma DiSTek, für dessen Verwendung das Unternehmen jetzt die Lizenz erworben hat. Die neue Anlage geht Ende 2011 in Betrieb.

Das Zinkthermodiffusionsverfahren ist insbesondere für Bereiche geeignet, die extremen Korrosionsbedingungen ausgesetzt sind. Anders als bei den herkömmlichen Korrosionsschutzverfahren legt sich bei der Zinkthermodiffusion das eingesetzte Zink nicht nur auf die Oberfläche des zu schützenden Werkstücks, sondern dringt darüber hinaus in seine Metallgitterstruktur in der Randzone ein und bildet eine Zink/Eisenlegierung. Eine anschließende spezielle, für den Einsatz ausgewählte, Topcoat rundet das Verfahren ab. Im Ergebnis entsteht damit ein dünner und sehr hochleistungsfähiger Korrosionsschutz.
Der Beschichtungsvorgang selbst erfolgt in geschlossenen Kammern und läuft bei Temperaturen bis zu 380°C ab.

Bei dem Verfahren sind folgende Schwerpunkte im Fokus:

  • höchster anorganischer Korrosionsschutz
  • gleichmäßige Schichtdicke rund um das zu beschichtende Bauteil
  • gute Duktilität, kein Abblättern der Schicht beim Verbiegen/sehr gute Adhäsion zum Grundmaterial
  • Verschleißschutz
  • glatter Überzug
  • durch Topcoat sehr gute Steuerung des Reibbeiwertes (Gewindeteile)
  • schweißbare Schicht
  • gut geeignet für nachfolgende Beschichtung mittels organischer Top-Coats oder Lacken, sowie auch für Vulkanisation der Teile (Gummi/Metallverbund) möglich
  • frei von Schwermetallen oder anderen toxischen Stoffen
  • umweltfreundlicher Prozess, keine Abwasser- oder Abluftproblematiken
  • keine organischen Lösungsmittel
  • wasserstofffreier Prozess
  • hohe Temperaturbeständigkeit je nach Topcoat bis zu 650° Celsius